Freitag, 23. November 1917

  

Anzeige im General-Anzeiger vom 23. November 1917Anzeige im General-Anzeiger vom 23. November 1917Kriegsblindenfürsorge. Der im Oktober von Fräulein von Emster veranstaltete Liederabend erbrachte einen Reinertrag von 50 M. Die Künstlerin hat diese Summe der hiesigen Kriegsblindenfürsorge zur Verfügung gestellt. Der gütigen Spenderin wärmsten Dank.

Jubiläumsbrosche für evangelische Dienstmädchen. Die hiesige Ortsgruppe des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes hat im Jahre 1902 als Anerkennung treuer Dienste eine Jubiläumsbrosche für evangelische Dienstmädchen gestiftet. Annähernd 80 Jubilarinnen sind im Laufe der verflossenen Jahre bereits durch eine solche ausgezeichnet worden. Auch in diesem Jahre sollen Jubiläumsbroschen evangelischen Dienstmädchen, die mindestens 10 Jahre derselben Herrschaft ihre Dienste gewidmet haben, verliehen werden. Anmeldungen sind möglichst bald an die 1. Vorsitzende der Ortsgruppe, Frau Charlotte Schumann-Walter, Joachimstraße 10, zu richten.

(Bonner Zeitung, Rubrik „Städtische Nachrichten“)

  

Anzeige in der Deutschen Reichs-Zeitung vom 23. November 1917Anzeige in der Deutschen Reichs-Zeitung vom 23. November 1917Tödlicher Unfall. Gestern abend wurde ein etwa 13 Jahre alter Knabe auf der Meckenheimer Straße von einem Wagen der Siebengebirgsbahn erfaßt und so schwer am Kopfe verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat.

(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)

  

Erdichteter Ueberfall. In den letzten Tagen durcheilte eine Geschichte die Stadt, als sei eine Dame von einem Strolch überfallen und mit vorgehaltenem Messer genötigt worden, ihre Schuhe auszuziehen und dem Strolch zu überlassen. Ueber die Zeit und den Ort der Tat gingen die Gerüchte auseinander. Daran allein schon ließ sich feststellen, daß an der ganzen Geschichte kein wahres Wort ist.

Der Landkreis Bonn versendet in diesem Jahre an die im Felde stehenden Kreiseingesessenen Weihnachtspakete. Jedem Paket wird eine Mappe: „Weihnachtsgrüße des Landkreises Bonn“ beigefügt. Jede Mappe enthält einen Schreibblock, eine Anzahl Feldpostkarten, Briefpapier, Briefumschläge und Bleistift. Trotz der herrschenden Papiernot und -teuerung war es der Rhenania-Druckerei in Bonn möglich die große Anzahl der Mappen in recht geschmackvoller Ausführung preiswert herzustellen und jede Mappe wird den braven Landsleuten draußen eine sehr willkommene Weihnachtsgabe sein.

(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)