Samstag, 26. Mai 1917

     

Anzeige in der Deutschen Reichs-Zeitung vom 26. Mai 1917Anzeige in der Deutschen Reichs-Zeitung vom 26. Mai 1917Vereinslazarettzug K. 1 Bonn. Der Lazarettzug ist neulich auf dem Bahnhof Hoyerswerda (Oberlausitz) von einem rangierenden Güterzug angefahren worden. Es wurden der Magazin-, Küchen- und Vorratswagen mehr oder weniger stark beschädigt, aber vom Personal niemand verletzt. Die Aufräumungsarbeiten sind schon vollendet, und da die Militärverwaltung für raschen Ersatz der beschädigten Wagen Sorgen tragen will, so dürfte der Zug in wenigen Tagen wieder fahrtbereit sein.

Pfingstverkehr. Die Lokomotiven und Wagen werden augenblicklich für die Bedürfnisse der kämpfenden Heere, der Volksernährung und der Kriegswirtschaft gebraucht. […] Wer nicht unbedingt reisen muß, der verzichte auf Benutzung der Eisenbahn. Das Vaterland verlangt das.
   Man braucht trotz dieser ernsten Mahnung jedoch nicht auf einen Pfingstausflug zu verzichten, nur soll dazu nicht die Staatsbahn benutzt werden. Die Rheinschiffe, die elektrischen Vorortbahnen, die Vorgebirgsbahn und auch die schmalspurige Brölthalbahn dienen weniger den Bedürfnissen des Heeres und der Volksernährung, sie sind sogar auf einen starken Ausflugsverkehr vorbereitet. Vor allem die Brölthalbahn, die von Beuel (am Rheinufer) abfährt, bietet die beste Gelegenheit zu Tagesausflügen in die anmutigen Pleisbach, Bröl- und Hanfbachtäler.

(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)

     

Zur Entlastung der Eisenbahn während der Pfingstfeiertage wird der Verkehr nach den durch elektrische Bahnverbindungen zu erreichenden Orten vom 26. Mai ds. Js. nachm. 5 Uhr bis zum 28. Mai nachm. 5 Uhr gesperrt.
   Fahrkarten nach den folgenden Bestimmungsstationen werden mithin in dieser Zeit nicht ausgegeben: Von Bonn, von Godesberg und von Mehlem untereinander und nach den Stationen an der Strecke Bonn – Köln (Bahnhöfe Köln einschließlich.)
   Der Monatskarten-, Arbeiter- und Militärverkehr wird von dieser Maßnahme nicht betroffen.
   Bis einschließlich 29. ds. Mts. dürfen Bahnsteigkarten nicht verabreicht werden.

Die Verwendung von Studenten als Volksschullehrer hat der Unterrichtsminister jetzt zugelassen. Voraussetzung soll sein, daß diese Studenten von dem Leiter der betreffenden Schule ausreichend angeleitet werden können.

Der Bonner Wochenmarkt war gestern gut beschickt. Grüngemüse, wie Rübstiel, Schneidgemüse und Spinat, war in großen Mengen vorhanden. Ebenfalls war hiesiger und Mainzer Spargel reichlich zu haben. Die Zufuhr in Rhabarber hat in den letzten Tagen etwas nachgelassen. Hiesiger Kopfsalat kostete 15 bis 20 Pfg. das Stück. In holländischen Marktprodukten war gestern keine Zufuhr. Für die Waren, für die keine Höchstpreise festgesetzt sind, blieben die Preise im allgemeinen unverändert. Der Verkauf war durchweg flott, besonders in Spargel, Salat und Grüngemüse.
   Auch der Großmarkt auf dem Stiftsplatz hatte in fast allen Marktprodukten wieder große Zufuhren, besonders in Rübstiel, Schneidgemüse, Kopfsalat und Spinat. Hiesiger Spargel und Rhabarber war nicht besonders viel vorhanden. Kopfsalat wurde hier im großen mit 12 bis 18 Pfg. das Stück bezahlt. Der Verkauf war im allgemeinen sehr flott und der Markt um 7.30 Uhr früh schon wieder fast vollständig geräumt.
   Der städtische Verkauf auf dem Wochenmarkt erfreute sich wieder eines recht regen Zuspruchs, besonders in Fischen, Gemüse und Spargel, worin auch reichliche Vorräte vorhanden waren. […]

Strafkammer zu Bonn. Als ein verwerfliches Treiben bezeichnete der Vorsitzende der Strafkammer die Handlungsweise der 18jährigen Tochter des Bäckermeisters Schm. aus Beuel, die Brot ohne Brotkarte verkauft und sich durch Fälschung von Mehlbezugsscheinen in den Besitz von 16 Zentnern Mehl gesetzt hatte. Die Angeklagte, die im väterlichen Geschäft tätig ist, hatte wiederholt an russich-polnische Arbeiter Brot ohne Marken abgegeben. Hierdurch kam ihr Vater in Rückstand mit seinem Mehl. Das Mädchen versuchte deshalb einen Ausgleich zu schaffen und änderte die von der Behörde ausgestellten Bezugsscheine für Mehl auf höhere Mengen um. Auf diese Weise kam der Vater unberechtigt in den Besitz von 16 Zentnern Mehl. Vor der Strafkammer gab die Angeklagte die Tat unumwunden zu. Das Gericht war der Ansicht, daß derartige Fälle streng bestraft werden müssen und erkannte auf eine Geldstrafe von 750 Mark und eine Gefängnisstrafe von einem Monat.

(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)

   

Nachrichten des städtischen Lebensmittelamtes.
Fleisch. Am Pfingstsamstage werden auf die Zusatzfleischkarten Rind- und Kalbfleisch sowie Blut- und Leberwurst zu den bisherigen Preisen verausgabt. […]
Fett. In der kommenden Woche werden 30 Gramm Butter und 30 Gramm Margarine ausgegeben.
Kartoffeln. In der kommenden Woche werden noch auf die Kartoffelkarte 5 Pfund Kartoffeln und auf die Zusatzkartoffelkarte weitere 3 Pfund abgegeben. Da aber in der Kartoffelzufuhr in den letzten Tagen keine Besserung eingetreten ist, werden voraussichtlich vom 4. Juni ab nur 4 Pfund Kartoffeln verteilt werden. Diese Herabsetzung ist erforderlich, damit wir unter allen Umständen bis zur neuen Ernte durchhalten. […]
Eier. Auf jede für diese Woche bestimmte Eierkarte gelangen 2 Eier zu Abgabe. Der Verkauf beginnt Freitagmorgen.
Bekleidungsamt. Bezugsscheine auf Handtücher, die von Privatbetrieben für ihre Büroangestellten beantragt werden, dürfen nicht mehr ausgestellt werden. Angestellte der Fabrik-, Gewerbe- und Handelsbetriebe müssen sich die im Dienste erforderlichen Handtücher aus ihren eigenen Beständen mitbringen. […] Mehrere Personen haben sich auf den Namen ihrer Dienstboten ohne deren Wissen Bezugsscheine ausstellen lassen. Diese Handlungsweise ist strafbar. […]

(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)

Freitag, 25. Mai 1917

     

Aeußerste Vorsicht gegenüber Kriegsgefangenen. Unsere Feinde versuchen ihren schändlichen Aushungerungsplan auf einem neuen Wege zu verwirklichen. Die Kriegsgefangenen sollen unsere Landwirtschaft zu Grunde richten, sie sollen landwirtschaftliche Gebäude in Brand stecken, das Vieh vergiften, das Saatgut beschädigen und dadurch die nächste Ernte gefährden. Verdächtige Werkzeuge und Stoffe sind in der Gefangenenpost gefunden worden, darum ist äußerste Vorsicht geboten.

Mehr Achtung vor der vaterländischen Arbeit. Aus Arbeiter- und Arbeiterinnenkreisen und auch von anderen Stellen wird darüber geklagt, daß Frauen und Mädchen wegen der gelben Hautfarbe, die durch die Arbeit mit Pikrinsäure in den Pulverfabriken entstanden ist, vielfachem Spott und sogar Gehässigkeiten ausgesetzt sind. Vielleicht ist es auch auf diesen Umstand zurückzuführen, daß die Pulverfabriken, besonders in den Pikrinsäure-Preßbetrieben, sehr großen Arbeiter- und Arbeiterinnenmangel haben. Dabei ist es gerade augenblicklich von allergrößter Wichtigkeit für unseren Munitionsersatz, daß in den Pikrinsäure-Betrieben der Arbeitermangel nicht noch verschärft wird. Die gedankenlosen Spötter sollten sich bewußt werden, daß die gelbe Hautfarbe ein Merkmal wertvollster Kriegsarbeit und ein ehrendes Zeichen ist, daß sie selbst aber mit ihrem mehr oder weniger kränkenden Spott das Vaterland nur schädigen.

(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)

Es zeugt von einem sehr geringen Maße von Verständnis für die Pflichten der Dankbarkeit gegenüber den Witwen und Waisen unserer gefallenen Krieger, wenn „ein Familienvater“ in dem gestrigen „Eingesandt“ von der Nagelung an der Arndt-Eiche abrät. Gibt es wohl eine höhere Bezeugung von wahrer Vaterlandsliebe, als der Hinterbliebenen derer mit der Tat zu gedenken, die im Kriege für uns gelitten und ihr Leben für uns hingegeben haben? Wohl gibt es mancherlei Sammlungen für Wohlfahrtszwecke, die durch den Krieg unumgänglich sind, aber was bedeuten denn die „Belästigungen“ des Bürgers, der in seiner Ruhe nicht gestört sein möchte, gegenüber den unsäglichen Leiden der Kämpfer draußen im Felde und dem Unglücke ihrer Witwen und Waisen? Darum, Bonner Bürger, laßt Euch nicht miesmacherisch beeinflussen und verseht, wenn es noch nicht geschehen ist, die Arndt-Eiche mit einem Ehrennagel. Auch ein Familienvater.

(Bonner Zeitung, Rubrik „Eingesandt“)

    

Die elektrische Fähre Godesberg-Niederdollendorf G.m.b.H. muß wegen Mangels an Betriebsstoffen ihren Uebersetzverkehr einschränken. Deshalb sind die Abfahrzeiten (wie in der heutigen Bekanntmachung ersichtlich), halbstündlich festgesetzt worden, falls kein Verkehrshindernis, wie Schleppzüge usw. vorliegt.

Schulkinder bei den Feldarbeiten. In den letzten Tagen konnte man ganze Reihen von Schulkindern, mit einem kleinen Stecher versehen, die Getreidefelder, (Weizen- und Haferparzellen) durchschreiten sehen. Sie waren auf der Jagd nach den Disteln, die durch ihre starken Wucherungen und ihr schnelles Wachstum die benachbarten Getreidehalme nicht zur Entwicklung kommen lassen und dadurch die Ernte um eine Bedeutendes herabzumindern vermögen. Die Kinder benahmen sich recht geschickt; man konnte sie ohne Aufsicht ihre Arbeit verrichten lassen. Noch mehr aber werden die Kinder in Anspruch genommen beim Vereinzeln der Zuckerrüben, das in wenigen Tagen seinen Anfang nimmt. Da haben sich die Großgrundbesitzer die Mithilfe einer ganzen oberen Schulklasse gesichert. Unter Aufsicht der Lehrpersonen werden sie das Vereinzeln und Reinigen vornehmen und hofft man auf diese Weise, der vielen Arbeiten Herr zu werden.

(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)

     

Heldenfriedhof. Wer wie Einsender in letzter Zeit Gelegenheit hatte, den Bonner Ehrenfriedhof – Nordfriedhof – zu sehen, wird sehr enttäuscht gewesen sein beim Anblick der Gräber unserer gefallenen Brüder. Keine Spur von gärtnerischem Blumenschmuck. Nur spärliche Epheuranken bedecken den Grabhügel. Es kann der städtischen Gartenverwaltung doch nicht schwer fallen, die nötigen Zierpflanzen zu beschaffen. Sollte es an Arbeitskräften fehlen? Nein, da wird unsere opferfreudige Bonner Jungmannschaft mit Freuden eingreifen und unter fachmännischer Leitung die Gräber in einen der Toten würdigen Zustand setzen. Auch die vorhandenen Grabkreuze bedürfen eines neuen Anstriches. Die städtischen Anlagen in der Poppelsdorfer Allee, Hofgarten usw. prangen im Blumenschmucke, schöne weiße Bänke laden den Spaziergänger zum Sitzen ein. Unsere Brüder stehen draußen wie eine stählerne Mauer. Ihnen verdanken wir es, daß unser schönes Bonn vor Kriegsgreuel und Zerstörung bewahrt geblieben. Eine heilige Pflicht aber ist es, die Gräber der gefallenen Krieger zu pflegen und zu schmücken. Eile tut not. In den Pfingsttagen werden sicher viele auswärtige Angehörige ihre lieben Toten besuchen. Sollen sie es bereuen, die Ausschmückung der Gräber der Stadt Bonn anvertraut zu haben? Civis.

(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Stimmen aus dem Leserkreis“)

Donnerstag, 24. Mai 1917

      

Anzeige im General-Anzeiger vom 24. Mai 1917Anzeige im General-Anzeiger vom 24. Mai 1917Die hiesige Ortsgruppe des Unabhängigen Ausschusses für einen Deutschen Frieden teilt uns mit: Am Donnerstag, 31. Mai, abends wird Herr Landtagsabgeordneter Dr. Traub aus Dortmund, Mitglied der freisinnigen Volkspartei des preußischen Abgeordnetenhauses, hier im großen Saale des Bonner Bürgervereins im Sinne eines unbeugsamen Siegeswillens und eines starken Hindenburgfriedens einen Vortrag halten, in dem er sich an alle Volksschichten ohne Unterschied der Partei und des Bekenntnisses wendet. Daran sollen sich entsprechende patriotische Kundgebungen an Kaiser und Kanzler anschließen. […]

Keine unnötigen Reisen zur Pfingstzeit. Es ist vaterländische Pflicht eines Jeden, unnötige Reisen, besonders zur Pfingstzeit sowohl im eigenen als auch im Interesse der beurlaubten Heeresangehörigen zu unterlassen. Ueber Pfingsten fahren, wie die Eisenbahndirektionen bereits bekannt gegeben haben, auf keinen Fall mehr Züge als bisher, so daß Personen, deren Reisen nicht unbedingt notwendig sind (z. B. für Zwecke der Landwirtschaft, Industrie usw.) mit Zurückbleiben wegen Ueberfüllung der Züge zu rechnen haben.

Ostpreußen und sein Hindenburg“, der diese Woche in den Bonner Lichtspielen vorgeführte Film, darf nachmittags auch der Jugend vorgeführt werden. Der Film ist ein erfreuliches Beispiel dafür, daß die Lichtspielkunst auch im Dienste der Schulen verwendet werden kann. Er ist außerordentlich reich an packenden, vaterländisch begeisternden Bildern und enthält dazu viele sehr feine Landschaftsaufnahmen. […] Der Hauptteil schildert das traurige Schicksal dieser unserer östlichsten Provinz in den ersten Monaten des Weltkrieges, dann die denkwürdigen Schlachten bei Tannenberg und in Masuren sowie den Wiederaufbau des zerstörten Landes, nachdem ihm unsere tapferen Feldgrauen unter Hindenburgs überlegener Führung den Frieden wiedergegeben hatten. Vor allem die russischen Greueltaten sind leider nur zu wahrheitsgetreu geschildert und erwecken Mitgefühl mit den vielgeprüften ostpreußischen Landsleuten. Ein gleiches Schicksal hätten unsere westlichen Feinde wohl auch unserem Rheinlande bereitet; daß es ihnen nicht gelungen ist, muß jeden mit unauslöschlichem Dank gegen unsere Krieger erfüllen und den Willen zum Durchhalten stärken trotz der mancherlei Entbehrungen, die auch wir zu tragen haben, die aber nichts sind gegen die Leiden und Opfer unserer ostpreußischen Brüder und Schwestern.

(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)

       

Durch Steineauflesen und Unkrautjäten leisteten in den letzten beiden Wochen 16 Gruppen der Bonner Hilfsmannen (Volksschüler) den Grundbesitzern der Umgegend schätzenswerte Dienste. Im Norden der Stadt wurden in den alten Sandgruben die Blüten des schädlichen Huflattichs gesammelt und dadurch der umliegenden Landwirtschaft eine nicht zu unterschätzende Hilfe geleistet. Die Bonner Eisenbeton-Industrie ließ ebenfalls ihre Grundstücke von Unkraut säubern und stellte größere unbenützte Flächen freiwillig und kostenlos zum Anbau von Kartoffeln zur Verfügung.

Der Bonner Wochenmarkt war gestern gut beschickt. Gemüse, wie Rübstiel, Spinat und Schneidgemüse, war reichlich vorhanden. Auch hiesiger Spargel, hiesiger Kopfsalat und Rhabarber kommt jetzt in großen Mengen auf den Markt. […] An holländischen Marktprodukten waren Möhrchen, Blumenkohl, Kopfsalat und Rhabarber zu den festgesetzten Einheitspreisen reichlich zu haben. […] Die Preise für diejenigen Waren, für die keine Höchstpreise festgesetzt sind, blieben im allgemeinen unverändert. Der Verkauf war durchweg nicht besonders flott.
   Auch der Großmarkt auf dem Stiftsplatz hatte gestern in fast allen Marktprodukten große Zufuhren; besonders in Rübstiel, Schneidgemüse,Spinat, hiesigem Spargel, sowie in Gemüsepflanzen. […] Der Verkauf war im allgemeinen schleppend und wurde der Markt nicht ganz geräumt.
   Beim städtischen Verkauf auf dem Wochenmarkt war gestern der Zuspruch außer in Fischen auch nicht so rege wie sonst. […]

(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)

Arndt-Eiche. Gestatten Sie, daß ich zu den Anregungen, die auf die Förderung der Arndt-Eiche hinauslaufen, eine kurze Bemerkung mache.
   Die Sammlung für die Arndt-Eiche mag ja an sich gut und wohl sein, es ergehen aber jetzt so viele Anforderungen an einen, daß man froh sein kann, wenn man, ohne Schulden zu machen, durchkommt.
   Dazu kommt, daß man so häufig von auswärts, besonders von Berlin, Bettelbriefe, Postkarten, Bilder und andere Sachen zugesandt erhält. Es erhöht auch nicht die Freude der Geber, wenn man annimmt, daß vielfach bei dieser Art Sammlung die Fabrikanten der betr. Artikel viel verdienen und die Gabe nur zu einem geringen Teil dem betr. Zweck zukommt. Ein Familienvater.

(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Sprechsaal“)

    

Der Pfingstverkehr! Vom 26. bis 29. Mai werden Fahrkarten zu den D-Zügen nur verausgabt, wenn die zu durchfahrende Strecke 60 Kilometer übersteigt. Auch die Ausgabe von Personenzugfahrtkarten kann nur in beschränktem Maße erfolgen und wird eingestellt, falls eine Ueberlastung der Züge oder eine Gefährdung ihrer pünktlichen Ablassung zu befürchten ist.

(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)

Erster Weltkrieg in Bonn
Auf dieser Seite wollen wir genau 100 Jahre danach für jeden Tag, den der Erste Weltkrieg andauerte, lokale Nachrichten aus Bonn veröffentlichen. Alle bislang erschienen Einträge sind in der der Chronik unter dem jeweiligen Monat nachzulesen. Soweit es unsere Zeit zulässt, wollen wir darüber hinaus weitere Informationen zum Thema Erster Weltkrieg ins Netz stellen.

Bonner Geschichtswerkstatt e.V.