Sonntag, 25. März 1917

    

Der Bonner Garbe-Verein hat in seiner letzten Versammlung beschlossen, seinen im Felde stehenden Mitgliedern einen Ostergruß mit Liebesgaben zu senden. In der nächsten Versammlung soll eine Blitzlichtaufnahme für die Kameraden an der Front gemacht werden.

(Bonner Zeitung, Rubrik „Aus den Städtischen Nachrichten“)

    

Anzeige im General-Anzeiger vom 25. März 1917Anzeige im General-Anzeiger vom 25. März 1917Der Bonner Wochenmarkt war gestern wieder etwas besser beschickt als anfangs der Woche. Im ganzen waren etwa 18 bis 20 Verkäuferinnen erschienen, darunter aber nur 2 oder 3 vom Lande. Außer etwas Spinat, Krauskohl, Rosenkohl und Feldsalat war an Gemüse fast nichts vorhanden. […]
   Auf dem Großmarkt auf dem Stiftsplatz waren gestern die Zufuhren in fast allen Marktprodukten, besonders in Gemüse, noch bedeutend kleiner als am letzten Hauptmarkttage. Außer Spinat und Feldsalat war an Gemüse nur verschwindend wenig vorhanden. Der Verkauf war im allgemeinen sehr flott und der Markt um 8 Uhr früh fast vollständig geräumt. Von Donnerstag dieser Woche ab bis auf weiteres ist es verboten, Gemüse an auswärtige Händler abzugeben, da die Ausweiskarten der Händler abgelaufen sind und vorerst auch keine neuen ausgegeben werden dürften, bis wieder mehr Gemüse vorhanden ist. Vorwiegend wird das Gemüse jetzt von der Stadt selbst und von hiesigen Händlern aufgekauft, die es hier wieder im Kleinverkauf abgeben.
   Der städtische Verkauf auf dem Wochenmarkt erfreute sich gestern wieder eines recht regen Zuspruchs, besonders in Gemüse und Fischen. […]

(Bonner General-Anzeiger, Rubrik „Aus Bonn“)

     

Die Ortsgruppe Bonn Godesberg des Unabhängigen Ausschusses für einen Deutschen Frieden ladet auf Freitag, den 30. März 1917, abends 8½ Uhr, in den großen Saal des Bonner Bürger-Vereins zu einem Vortrag des Abgeordneten Professor Dr. Schlittenbauer aus Regensburg, Mitglied der Zentrumsfraktion des bayerischen Landtags, über das Thema: „Auf der Höhe des Weltkriegs“ ein. Alle Volksgenossen ohne Unterschied der Partei und Konfession sind willkommen!

(Deutsche Reichs-Zeitung, Rubrik „Bonner Nachrichten“)